Datum
- Dienstag, 11. August 2026
Uhrzeit
- 19:45
Foto: Markus Burke
Der besondere Blick auf die Welt wurde Maria de Val früh zu eigen: als Ladinerin in Südtirol, Südtirolerin in Italien, Italienerin in Deutschland und nicht zuletzt als Schlagzeugerin in der männerdominierten Welt der Musik: „Ich will nicht behaupten, ich hätte darunter gelitten, aber es schärft natürlich die Sensoren.“ Musikalisch verwundert es darum nicht, dass Maria Moling, aufgewachsen in einem Bergdorf in den ladinischen Alpen, an vielen Instrumenten zuhause ist: Schlagzeug, Gitarren, Bass, Keys, Sequenzer und auch am Theremin und der Marimba. Das zeigt sie auf großen Bühnen als Multiinstrumentalistin u.a. bei Hubert von Goisern und nun umso eindrucksvoller auf auf ihrem Debut-Album „Mëda Medusa“. Ihre unvergleichliche Stimme erhält nach früheren Bands (Ganes, ME + MARIE) erstmals den angemessenen Entfaltungsraum.
Flexibilität einerseits und Sehnsucht nach dem eigenen Ort andererseits spiegeln sich als Yin und Yang in ihrer ureigenen Perspektive auf die Welt in ihrer Musik. Klanglich im unnachahmlichen De Valschen Collagen-Stil, wenn sie Indie-Folk mit Elementen aus italienischer und südamerikanischer Musikkultur verwebt, wie beispielsweise in „None of Us Cannot Be Wrong“. Als Theater-Komponistin pendelt sie spielerisch zwischen den musikalischen Dekaden der 70er und 90er. Woodstock-Feeling durchzieht ihre Songs ebenso wie die Sampling-Technik des HipHop und ihr Faible für synthetische Klänge. Auffällig neben den geschickt verschachtelten Ohrwürmern ist ihre Variabilität: auch Freund*innen von 80er Hits („Stone in the Rubble“) und 00er Experimental-Pop à la CocoRosie „As We Both Knew Before“ werden umschmeichelt.
Nicht zuletzt sprachlich öffnet die Multilinguistin neue Räume im Pop, wenn sie dem englischsprachigen „Invisible Girl“ ein italienisches Intro voranstellt. Für sie doppelt sinnvoll, denn „ich denke und fühle in unterschiedlichen Sprachen auf unterschiedliche Weise“, ein Phänomen, das auch in der modernen Literatur oft beschrieben wird.
Datum
- Dienstag, 11. August 2026
Uhrzeit
- 19:45
Der besondere Blick auf die Welt wurde Maria de Val früh zu eigen: als Ladinerin in Südtirol, Südtirolerin in Italien, Italienerin in Deutschland und nicht zuletzt als Schlagzeugerin in der männerdominierten Welt der Musik: „Ich will nicht behaupten, ich hätte darunter gelitten, aber es schärft natürlich die Sensoren.“ Musikalisch verwundert es darum nicht, dass Maria Moling, aufgewachsen in einem Bergdorf in den ladinischen Alpen, an vielen Instrumenten zuhause ist: Schlagzeug, Gitarren, Bass, Keys, Sequenzer und auch am Theremin und der Marimba. Das zeigt sie auf großen Bühnen als Multiinstrumentalistin u.a. bei Hubert von Goisern und nun umso eindrucksvoller auf auf ihrem Debut-Album „Mëda Medusa“. Ihre unvergleichliche Stimme erhält nach früheren Bands (Ganes, ME + MARIE) erstmals den angemessenen Entfaltungsraum.
Flexibilität einerseits und Sehnsucht nach dem eigenen Ort andererseits spiegeln sich als Yin und Yang in ihrer ureigenen Perspektive auf die Welt in ihrer Musik. Klanglich im unnachahmlichen De Valschen Collagen-Stil, wenn sie Indie-Folk mit Elementen aus italienischer und südamerikanischer Musikkultur verwebt, wie beispielsweise in „None of Us Cannot Be Wrong“. Als Theater-Komponistin pendelt sie spielerisch zwischen den musikalischen Dekaden der 70er und 90er. Woodstock-Feeling durchzieht ihre Songs ebenso wie die Sampling-Technik des HipHop und ihr Faible für synthetische Klänge. Auffällig neben den geschickt verschachtelten Ohrwürmern ist ihre Variabilität: auch Freund*innen von 80er Hits („Stone in the Rubble“) und 00er Experimental-Pop à la CocoRosie „As We Both Knew Before“ werden umschmeichelt.
Nicht zuletzt sprachlich öffnet die Multilinguistin neue Räume im Pop, wenn sie dem englischsprachigen „Invisible Girl“ ein italienisches Intro voranstellt. Für sie doppelt sinnvoll, denn „ich denke und fühle in unterschiedlichen Sprachen auf unterschiedliche Weise“, ein Phänomen, das auch in der modernen Literatur oft beschrieben wird.